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Tradition und Zukunft von Wissenschaft und Forschung

„Wenn du dich auf den Weg zu uns machst, nimm dir die Zeit“

Über die Tradition und Zukunft von Wissenschaft und Forschung in Obergurgl

Veröffentlicht am 04.10.2021

Wissenschaft und Forschung haben in Gurgl eine lange Tradition. 1951 wurden das Bundessportheim und die Alpine Forschungsstelle Obergurgl  in ehemaligen Zollhäusern am Ortsrand gegründet. Nach der Übernahme durch die Universität Innsbruck wurde der denkmalgeschützte Gebäudekomplex renoviert, das Universitätszentrum Obergurgl  entstand.  Bald entwickelte es sich zu einem Refugium für Wissenschaftler*innen sowie Forscher*innen, das auch  Nobelpreisträger wie Sir John Walker (Physik) und  Sir Andre Konstantin Geim (Chemie) beherbergte. Mit dem neuen Konferenzzentrum Gurgl Carat erfährt diese Tradition nun eine Fortführung und zukunftsweisende Weiterentwicklung.

„Man kann im Gurgl Carat nahezu alles machen. Unsere Aufgabe ist es, die Wissenschaft zu forcieren“, sagt Günter Scheide von der Transferstelle Wissenschaft-Wirtschaft-Gesellschaft der Universität Innsbruck, die wesentlicher Partner in der Betreibergesellschaft des Konferenzzentrums ist. Ziel ist es im Sinne der Aufgabe der Transferstelle, Forschungsthemen in die Gesellschaft hineinzubringen und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben sichtbar zu machen.

Ein Beispiel dafür ist die Ausstellung „Eis – ein vergängliches Gut“, die im August im Gurgl Carat stattfand. „Wir wollen weitergeben, wie wunderbar Eis sein kann, aber auch wie vergänglich. Unsere Forschung macht deutlich, dass Eis ein sehr sensibler Lebensraum in den Alpen ist, für den wir alle verantwortlich sind“, so Birgit Sattler. Die Ökologin der Universität Innsbruck präsentierte gemeinsam mit Klemens Weisleitner, Polar Mikroökologe der Universität Innsbruck, Fotografien und weitere Exponate, die auf Polar- und alpinen Expeditionen entstanden sind.

Günter Scheide - Vortrag

Günter Scheide stellt die Ausstellung „Eis – Ein vergängliches Gut“ im Gurgl Carat vor

„Ziel war es, zum Nachdenken anzuregen, sich bewusst zu werden, dass unsere Gletscher dahinschmelzen und wie problematisch dies ist. Der Ausstellung lag sowohl ein künstlerisches als auch ein wissenschaftliches Interesse zugrunde. Sie wurde nicht zufällig im Gurgl Carat gezeigt, sondern sie spiegelt genau die Zielsetzung wider, die wir verfolgen: eine Verbindung aus Kunst und Wissenschaft, um unseren einzigartigen USP zu schärfen“, so Scheide.


Der Geograph sieht sich als Impulsgeber für eine zukunftsträchtige Regionalentwicklung, der in Räumen und  Potentialen denkt. Neben dem Erkennen der Besonderheiten geht es auch darum, vermeintliche Nachteile ausfindig zu machen und umzudeuten. So besteht laut Scheide die Tendenz, dass die Lage Gurgls an einem Talschluss als „weit“ im Sinne der Wegstrecke interpretiert wird. Dies lässt sich aber in einen Vorteil verwandeln, indem man Konferenz- und Seminargästen sowie Forschenden schmackhaft macht, statt nur weniger Tage eine ganze Woche zu bleiben.

„Die Botschaft lautet: Wenn du dich auf den Weg zu uns machst, nimm dir die Zeit. Komm ein bisschen herunter und nutze die Chancen, die der Raum hier bietet“, erläutert Scheide.

Er bringt damit eine Tradition in Erinnerung, die in Gurgl gang und gäbe war. „Früher haben sich die Forschenden hier mindestens eine Woche lang einquartiert. Als es noch die archäologischen Ausgrabungen gab, sind die Wissenschaftler den ganzen Sommer bei uns geblieben“, berichtet der Leiter des Universitätszentrums Obergurgl, Alexander Zainzinger. Zunehmende Mobilität und gestiegener Ergebnisdruck zeigen seiner Beobachtung nach aber auch Auswirkungen auf die Universitäten, die Aufenthaltsdauer ist in der Regel kürzer geworden. Doch es gibt auch weiterhin Forscherteams, die die topographische Lage und die Abgeschiedenheit des Ortes nutzen, um mehrere Wochen in Gurgl zu verbringen.

„Wenn es nur darum geht, Vorträge zu hören, kann man auch in der Stadt bleiben. Aber wenn es das Anliegen ist, den wissenschaftlichen Austausch zu fördern, dann ist Obergurgl ideal. Denn bei uns sind die Leute von früh bis spät zusammen, können Besprechungen in der freien Natur abhalten und nutzen auch den Abend noch für Diskussionen. Das schätzen die Veranstalter sehr“, weiß Zainzinger.

Alexander Zainzinger

Alexander Zainzinger leitet das Universitätszentrum in Obergurgl

Alexander Zainzinger

Neben Seminarräumen bis zu 120 Personen bietet das Universitätszentrum Obergurgl 43 Gästezimmer. Nur 5 Minuten vom Ortskern entfernt liegt es direkt am UNESCO-Biosphärenpark mit seinem zauberhaften Zirbenwald. Ob Wanderungen oder Skifahrten, alles startet direkt vor dem Gebäude.

„Wir bieten eine Mischung aus Hüttenflair und modernem Konferenzzentrum. Unser Haus verkörpert die Tradition, die nun mit dem Gurgl Carat eine Weiterentwicklung auf dem Weg in die Zukunft findet“, fasst Zainzinger zusammen.

Es ist diese Symbiose aus Historie und Moderne, aus Forschungstradition und Zukunftsdenken und nicht zuletzt die Lage am Talschluss inmitten der Ötztaler Alpen, die den „Diamanten der Alpen“, wie Gurgl genannt wird, zu einer ganz besonderen Destination für Tagungen und Kongresse sowie für Wissenschaft und Forschung macht. Gut möglich, dass dieser alpine Raum auch den Nährboden für neue Verbindungen mit Initiativen aus Kunst und Kultur bildet.



Autorin

Sigrid Neureiter

Sigrid Neureiter ist Gründerin und Inhaberin der Agentur Dr. Neureiter-PR mit Sitz in Wien. Tirolerin von den Wurzeln her und sehr engagiert im MICE-Bereich ist Sigrid Neureiter der Tagungsraum Tirol ein besonderes Anliegen. Gemeinsam mit ihrem Team und mit dem Gurgl Carat zeichnet sie für die redaktionelle Planung und Umsetzung des Carat.Blogs verantwortlich. „Tagen im Gurgl Carat bedeutet Inspiration, Weitblick, Ruhe und das unvergleichliche Ambiente einer einmaligen Gebirgskulisse. Ich freue mich daher sehr, dass ich dazu beitragen darf, die Vorzüge von Europas höchst gelegenem Konferenzzentrum und seiner einzigartigen Umgebung den Kundinnen und Kunden näherzubringen.“

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